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Traumaberatung und Begleitung

Beim Begriff „Trauma“ denken die meisten Menschen an Flüchtlinge, Krieg, Naturkatastrophen, Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch, Raubüberfall oder Verkehrsunfall. Viel verbreiteter, jedoch bei weitem nicht so auffällig und bekannt, sind unterschwellig prägende Lebens- und Beziehungserfahrungen in der Kindheit, die einen Menschen innerlich (ver)formen und traumatisieren können. Dazu gehören z.B. alle Formen der Vernachlässigung, emotionaler Missbrauch, körperliche Gewalterfahrungen, psychisch kranke oder substanzabhängige Eltern und auch die „Vererbung“ von Traumata, also die Weitergabe des Traumas über mehrere Generationen hinweg. Oft zeigen solche traumatisierenden Lebensereignisse erst viel später im Leben ihre ganze Wirkung. Bindungs- und Beziehungsstörungen, mangelnder Selbstwert, Identitätsunsicherheiten, Depressionen, Ängste, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Süchte, Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten, aber auch körperliche und psychosomatische Erkrankungen können die Spätfolgen von Traumatisierungen sein.

Werden Traumatisierungen nicht erkannt, führen medikamentöse Behandlungen mit Psychopharmaka, Psychotherapien und seelsorgerliche Gespräche oft nicht zu den erhofften Veränderungen oder bleiben gänzlich erfolglos.

 

Um frühkindliche oder durch unterschiedliche Missbrauchsformen entstandene Traumata zu heilen, sind eine intensive, oft viele Jahre dauernde, Traumatherapie sowie verlässliche, gut informierte, empathische Wegbegleiter erforderlich. Durch mein Beratungsangebot möchte ich für Betroffene ein solcher Trauma-Wegbegleiter und für andere Wegbegleiter - wie z.B. Partner, Freunde, Kollegen, Sozialarbeiter, Integrationshelfer, Gemeindeleiter und -mitglieder - ein Ansprechpartner und Multiplikator sein.

 

Eine Ratsuchende schreibt dazu:
„Leider scheinen Psychotherapeuten es als unprofessionell anzusehen, sich mit der geistlichen Komponente auseinanderzusetzen. Auch wenn sie sagen, dass sie Christen sind, gehen sie solchen Themen aus dem Weg. In der Therapie geht es vorrangig darum, Handwerkszeug zu erlernen, das hilft weniger zu dissoziieren, einen sicheren Ort zu imaginieren oder innere Absprachen zu treffen. Doch Themen wie Angst und Zweifel gegenüber Gott, Liebe zur Familie, Schuld und Vergebung sowie die „Warum“ und „Wozu“-Fragen – also eher seelsorgerliche Fragen  -  spielen kaum eine Rolle. Mit dem Klinikseelsorger hatte ich drei recht gute Gespräche, aber er war wiederum mit der dissoziativen und traumabedingten Symptomatik überfordert. Sie sind die erste, die sich auf beides einlassen kann und Verbindungen schafft.“